Selten, dass eine Magisterarbeit durch die Medien geht. In diesem Fall ist es dem sensiblen Thema Nationalsozialismus geschuldet. Der Chemnitzer Geschichtsstudent Geralf Gemser hatte vor rund einem Jahr in seiner Abschlussarbeit die Namen von sächsischen Schulen genauer unter die Lupe genommen.
Geralf Gemser:
“Nahezu alle nach NSDAP-Mitgliedern oder sonstigen systemnahen Akteuren benannte Schulen verzichten aus Vorsatz oder Unwissenheit, selbstkritisch zu problematischen Details der Biografien Stellung zu beziehen oder sie zu erwähnen.”
Bei insgesamt 16 sächsischen Schulen hat Gemser eine Verbindung der Namenspatronen zu den Nationalsozialisten nachgewiesen. Nach Bekanntwerden Gemsers Recherchen gab es einen Aufschrei in Medien, Schulen und Schulbehörden. Nach Recherchen von MDR SPUTNIK hat sich, ein Jahr danach, keine einzige der betroffenen Schulen umbenannt. Hier ein Mitschnitt des Beitrages in der Sendung Update um Sechs vom 22.01.2010:
Links zum Artikel:
Geralf Gemser im dradio-Interview








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